Schulungstage 2016

Richtig leben.

Ethisch handeln in herausfordernden Zeiten

argegö 2016 web

Die 47. Schulungs- und Begegnungstage der ARGEGÖ.

28.10. – 31.10. 2016

 

Michael Kotsch

Michael Kotsch

Redner: Michael Kotsch, lic theol.

Lic. theol. Michael Kotsch
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft
Weltanschauungsfragen (AG Welt),
Vorsitzender des Bibelbundes Deutschland
und Dozent an der Bibelschule Brake

Michael Kotsch ist verheiratet mit Viviane Kotsch und hat drei Kinder (Eva, Heloise, Samuel).
Von 1986-1991 absolvierte er das Studium der Theologie an der STH Basel, studierte 1991-1995 Theologie,
Religionswissenschaft und Ökologie (Mensch-Gesellschaft-Umwelt) an der Universität Basel
und war von 1990-1995 Religionslehrer im Auftrag der Reformierten Kirche Basel.
Seitdem ist er Dozent für Kirchengeschichte, Konfessions- und Sektenkunde,
Religionswissenschaft und Apologetik an der Bibelschule Brake.
Von 2004 bis 2008 war er Dozent für Kirchengeschichte und Konfessionskunde an der STH Basel.

Er ist Autor von Artikeln und Kommentaren für verschiedene theologische Zeitschriften
und Verfasser mehrerer Bücher zu apologetischen und religionswissenschaftlichen Themen.

kugler

Gudrun Kugler

Dr. Gudrun Kugler, MMF, ist Mutter von vier Kindern und Magister des Rechts und Master der Theologischen Studien.
Sie promovierte im Internationalen Strafrecht. Gudrun Kugler ist Lehrbeauftragte am Internationalen Theologischen Institut für Studien zu Ehe und Familie  und hat zahlreiche Bücher herausgegeben.
Von 2001 bis 2004 war sie Europavorsitzende der World Youth Alliance in Brüssel .
Nach einem erfolgreichen Vorzugsstimmenwahlkampf ist Gudrun Kugler seit November 2015 Wiener Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin  und ÖVP-Wien Bereichssprecherin für Integration, Europa und Menschenrechte.
(www.gudrunkugler.at)

Persönlicher Bericht

„Ich wurde überrascht von der Herangehensweise an das oben genannte Thema. Vieles, was ich hörte, hat offene Fragen zu derzeit aktuellen Themen geklärt.“Lisa Grünwald
Durch mein Theologiestudium war ich heuer das erste Mal bei den ARGEGÖ Schulungs- und Begegnungstagen. Sie fanden Ende Oktober in Spital am Pyhrn statt.

Ich wurde überrascht von der Herangehensweise an das oben genannte Thema. Vieles, was ich hörte, hat offene Fragen zu derzeit aktuellen Themen geklärt. Anderes regte neu zum Denken an. Beide Redner – sowohl MMag. Dr. Gudrun Kugler als auch Michael Kotsch lic. theol. – haben eine sehr direkte Art, Dinge anzusprechen. Über viele verschiedene Aspekte und Bereiche der Ethik referierten sie provokant, einprägsam, herausfordernd aber ebenso humorvoll.

Mit ihrem Schwerpunkt auf die Familien- und Sexualethik führte Gudrun Kugler deutlich den Zustand unserer heutigen Gesellschaft vor Augen. Die Sicht der Welt entfernt sich immer mehr von der Wahrheit der Bibel. Das ändert nicht nur das Denken in den Köpfen, sondern hat auch Auswirkungen auf Gesetze, die Christen in gewissen Bereichen in ihrer Lebensfreiheit einschränken können. Ein Problem dabei ist, dass über entscheidende Fragen nicht öffentlich gesprochen wird. Stattdessen „muss man über Gendern und Homo-Ehen reden“.
Ein entscheidendes Thema ist z.B. die stark zurückgehende Kinderzahl pro Familie bzw. der mangelnde Wunsch, Kinder zu bekommen. Wir verlernen, Sinn und Freude an Kindern zu erleben – und wenn Frauen dann doch Kinder bekommen, geben manche sie so bald wie möglich in die Kinderkrippe. Diese kosten dem Staat Unmengen Geld, weswegen die Mütter so bald wieder arbeiten gehen müssten … anstatt dass die Kinderbetreuung zu Hause gefördert wird. Treffend von Gudrun Kugler geschlussfolgert: „Unlogik ist immer ein Hinweis auf eine Ideologie!“

Mit gleicher Direktheit sprach Michael Kotsch über die „subjektivistische und individualistische Ethik“, die in unserer heutigen Gesellschaft vorherrscht. Die eine Wahrheit, die eine Norm gibt es nicht mehr. Früher war die Grundlage der Ethik die Bibel, man hat alles nach christlichen Vorstellungen interpretiert. Abgelöst wurde diese Haltung von der Wissenschaft, dem Nachdenken über etwas, was zu der richtigen Ethik führen sollte. Heute sagt man, dass auch die Wissenschaft nicht sagen kann, was richtig und was falsch ist. Das kann man nur mehr selbst – denn im postmodernen Denken gibt es keine absolute Wahrheit mehr. Dem entgegen vertritt der Christ eine normative Ethik, die von einem Standard ausgeht und dieser Standard ist die Heilige Schrift. Diese Ethik ist keine von Menschen oder Konzilen erdachte, sondern von Gott offenbarte Ethik! Er hat die Welt erschaffen, weiß wie der Mensch richtig lebt – daher lassen wir auch Gott das Recht. Und auch wenn wir etwas nicht verstehen, vertrauen wir Gott und seinem Wort, denn das gilt!

Zum einen sind wir aufgefordert, Mut und Effizienz an den Tag zu legen und auch aufzustehen. Wir sollen die Welt mitgestalten aber nicht anderen unsere Moral aufdrängen, denn es geht um Gerechtigkeit und Freiheit für alle. Zuallererst erfordert es aber, dass wir selbst nach christlicher Ethik handeln. Man kann leicht nach den Leichen im Keller anderer suchen, das Entscheidende ist aber unsere eigene Wesensveränderung vom Wort Gottes her.

Alle Vorträge, Bibelarbeiten & Workshops inkl. etwaiger Power Point Folien können als mp3 CD bestellt werden.
schulungstage@evangelikal.at