Die Täuferbewegung
Ein wesentlicher Teil der evangelikalen Szene sind die Freikirchen. Sie sehen im Allgemeinen Ihre Wurzeln im Täufertum, jener Bewegung, die den dritten, weniger bekannten Zweig der Reformation darstellt. Wie sie entstanden, wird in dem folgenden Interview mit Mag. Josef F. Enzenberger erläutert, das uns dankenswerter Weise von der Wiener Redaktion des Evangeliumsrundfunks (www.erf.at) zur Verfügung gestellt wurde.
1. Teil: Der dritte Zweig der Reformation
Enzenberger: der dritte Zweig der Reformation
2. Teil: Balthasar Hubmair und die österreichischen Täufer
Enzenberger: Baltasar Hubmaier und die österreichischen Täufer
Mag. Josef F. Enzenberger,
geb. 27. Juni 1953 in Wr. Neustadt.Mitglied der Evangelikalen Freikirchlichen Gemeinde Wien-Tulpengasse
Gläubig geworden, gab er nach einem Jahr das Studium der Philosophie auf um stattdessen neben seinem Germanistik Studium auch noch Geschichte zu studieren. Er widmete sich während seines Studiums vor allem der Frühneuzeit. Eines seiner Motive war die Klärung der Frage, ob denn der Glaube, zu dem er gefunden hatte, bloß ins 19. Jhdt. zurückgehe (und noch dazu aus Amerika käme!) oder ob er nicht ältere Wurzeln habe. Das führte ihn schließlich zur Beschäftigung mit Reformation und Täufertum.
Seine Diplomarbeit in Deutsch hatte das Thema: "Luthers Auseinandersetzung mit dem Täufertum" und in Geschichte "Das österreichische Täufertum im Spiegel der modernen Historiographie". Letzteres stellte den ersten zusammenfassenden Forschgungsbericht zu diesem Thema dar. Mag. Enzenberger ist Mitglied des Mennonitischen Geschichtsvereins und des Schweizerischen Vereins für Täufergeschichte sowie des Instituts für die Erforschung der Frühen Neuzeit (Wien).
Seit 1980 unterrichtet er an der BHAK u. BHAS Mistelbach die Fächer Deutsch, Geschichte, Politische Bldung und Recht, wofür er an der Juridischen Fakultät studiert und an der WU die Lehramtsprüfungen abgelegt hat.